Mannheim hat das Angebot von KHL nicht erhalten und würde es nicht annehmen

Der Klub hat Etat in Höhe von fast 11 Millionen Euro, und mit durchschnittlich über 11 000 Fans, die fünft größte Zuschauerzahl in Europa. Das Spiel in den Hauptrunde der Champions League zwischen Mannheim und Vítkovice haben 9 744 Menschen gesehen und es ist der Zuschauerrekord des ganzen Jahres. Hauptgesellschafter der Mannheim Adler Daniel Hopp (36) glaubt, dass der internationale Wettbewerb die Zukunft hat und das Angebot aus den russichen KHL macht für ihn keinen Sinn.

Das zweite Jahr der Champions League ist fast beendet. Im Finale sind nordische Mannschaften: Schwedische Frölunda und Finnische Oulu. Das interessiert nicht viele Leute in anderen Eishockeyländern wie das Deutschland, das Tschechisch, die Schweiz oder die Slowakei. Hat CHL die Zukunft?

„Ich glaube, dass alle Clubs in Europa diesen Internationalwettbewerb wünschen. Das Format hat sich weiter entwickelt in den letzten Jahren. CHL ist grundsätzlich eine gute Einrichtung, sehr hochklassische Spiele sind gerade in der Vorbereitung. Die schwedischen und finnischen Teams sind auf sehr hohem sportlichem Level, aber es ist die Herausforderung für alle anderen erwähnten Länder aufzuschließen und mitzuhalten. I hoffe das die CHL Zukunft hat.“

Ihre Mannschaft geht zusammen erst zum 1. August auf das Eis. Die Spiele in Hauptrunde CHL beginnen schon zwei Wochen später. Beginnen Sie bereits mit den Vorbereitung früher?

Wir werden so bestehen müssen. Unsere Verträge mit den ausländischen Spielern beginnen erst am ersten August. Von daher kommen wir aus dieser Situation nicht raus. Die kanadischen und amerikanischen Spieler kommt nach wie vor am 1. August, weil es hat auch finanzielle Implikation, wenn die Spieler früher kommen. Deswegen planen wir nicht früher mit dem Beginn. Mit den deutschen Spielern arbeiten wir den ganze Sommer.“

Hilft der Champions League das Ankommen von Teams aus der russischen KHL?

Es wurde natürlich das Niveau noch mal anheben. Ich weiß nicht wie die KHL dazu generell steht in den Zukunft, ob Sie in die CHL gehen wollen. Aber warum nicht? Sicherlich ist es sehr interessant sich mit KHL Mannschaften zu messen. Beim Spengler Cup konnten wir sehen, dass wir sind nicht automatisch chancenlos sind. Was gut wäre grundsätzlich ist, dass man in den Gruppenspielen vielleicht mehr einen regionalen Charakter haben. Das Schweden und Finnland zusammen, das Deutschland mit der Schweiz, Östereiech mit Tschechien und der Slowakei spielen. Die Reisesituation ist manchmal extrem, das wäre vielleicht die Sache, die man für die Zukunft überdenken muss.“

Bekommt Mannheim ein Angebot aus den KHL?

Bislang noch nicht.“

Können Sie sich vorstellen in der KHL zu spielen? Würde sich Ihre Zuschauerzahl erhöhen?

Wir sind mit unserer Zuschauerzahl sehr zufrieden, wir haben 7 500 Dauerkarten. Ich glaube nicht, dass sie sich sichtlich steigern wurde, im Gegenteil, wir würden deutlich weniger Zuschauer haben. Die Leute wollen einfach traditionelle Spiele gegen Köln, Berlin oder derby mit Schweningen sehen. Wenn wir gegen Moskau oder Vladivostok spielen, werden wir Fans verlieren. Wir hören immer noch was die KHL Teams vor den Budget haben. Das sind 30,40,50 Milionen Dolar. Solches Geld haben wir nicht.“

Sehen Sie Ihre Zukunft in der DEL und dazu die CHL? Oder hat die Champions League durch die ganze Saison in Europa Eishockey Zukunft?

Die CHL ist die gute Sache als parallel Wettbewerb zu der Nationalliga und die Zukunft Nationalligen nicht in Frage gestellt.“

Ihr habt anspruchsvolle Zuschauer, die viel vom Eishockey verstehen. Schlechte Aktion werden auspfeift, gute mit dem Applaus belohnt.

Wir haben ein sehr treues und auch sehr emotionales Publikum. Sie fiebern mit unserem Klub und begleiten uns euphorisch und auch kritisch, das ist gut. Das macht unseren Klub aus. Eishockey lebt von Emotionen, von der Leidenschaft, die von Fans auf das Eis kommt. Sicherlich ist Mannheim der Platz, wo Druck auf die Spieler und das Umfeld herrscht, aber damit können wir gut umgehen, und wir sind sehr stolz auf unsere Fans.“

Nach der letzten Saisson kamm eine bittere Situation. Sie waren Deutscher Meister, aber das Jahr beendeten Sie in einem Finanziellen Verlust. Für den Sieg und Titel zahlten Sie Prämien aus und für das erste mal haben Sie einen zweiten Assistenten angestellt. Wie sieht das von Ihrer Perspektive aus?

Erst mal, das war eine tolle Saison letzten Jahr. Nach acht Jahre wieder Deutsche Meister geworden zu sein. Unseres Fans, Sponsoren, wir alle, haben drauf gewartet und uns diesen Titel wieder zu holen. Wir haben viel ins Umfeld investiert, die Kabine umgebaut etc.pp. Das alles kostet einmalig, aber das war letztes Jahr, jetzt nicht mehr. Von daher war das ein völlig normaler Vorgang. Wir sind wirtschaftlich sehr solide aufgestellt, wir haben super Zuschauerzahlen und gute Sponsoren.“

Wo sehen Sie die Zukunft für Ihre DNL Mannschaft Jungadler? Die hat jetzt mit Köln 30 Punkte Vorsprung auf den dritten Platz.  Wäre die russische Juniorliga MHL eine Möglichkeit für euch?

Nein MHL können wir uns nicht leisten. Das Budget ist für uns nicht akzeptabel. Unsere Zukunft ist im Deutsche Nachwuchs. Das musst generell starker werden und auch die qualitative hochwertigen Kämpfe in die DNL.“

Warum wurde die Kooperation mit den Toronto Maple Leafs beendet? Haben Sie einen neuen Partner in der NHL?

Ja, die Partnerschaft mit Toronto ist beendet. Dies ist einfach wenn das Management wechselt und neue Personen hinzukommen. Diese haben oft andere Sachen und Ideen auf der Agenda. Wir sind im regen Austausch mit paar Klubs drüben und werden jetzt am Februar nach Nordamerika fliegen und nochmals Gespräche mit ein, zwei Vereinen führen.“

 

 

 

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